Zirkus|Kunst - was uns bewegt Tagung der BAG Zirkuspädagogik in Hannover
Zirkus|Kunst - was uns bewegt
7. Fachtagung der BAG Zirkuspädagogik e.V.
18. bis 20. November 2011 in Hannover
Die Anerkennung von Zirkus als eigenständige Kunstform ist seit der Gründung Ziel der „Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik e.V.“. In der Arbeit der Kinder- und Jugendzirkusse wird oft die Förderung der sozialen Kompetenzen in den Vordergrund gestellt.
Zirkus ist Kunst! Auf dem Wahrnehmen des eigenen zirzensischen Stils, Sensibilisieren für die künstlerischen Momente in der Zirkusarbeit und Bewusstmachen der ästhetischen Dimensionen während der Begegnung mit anderen Künsten liegt der Fokus der Tagung.
Den Schwerpunkt bilden die zehn Workshops. Diese sind eingebettet in zwei theoretische Inputs zum Thema „Zirkus/Kunst“ am Freitagabend und der Abschlussdiskussion am Sonntag.
Gemeinsam mit den Dozent_innen wollen wir folgenden Fragen nachgehen:
- Wann entsteht ein künstlerisches Moment im Zirkus?
- Wie initiiere ich künstlerische Prozesse?
- Wie vermittle ich die (künstlerischen) Inhalte?
- Wo sind die Schnittmengen von Zirkus und anderen Kunstformen?
Workshops
Im Folgenden finden Sie eine Liste der Workshops. Für das Um eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen müssen Sie sich für das Tagungswochenende für einen Workshop entscheiden.
„IN-BALANCE“: Bewegungsqualität & technical skillz mit Klaus Borkens
Artist, Tänzer und Dozent für Akrobalance - u.a. an der Folkwang-UdK (Essen)
Zirkus: das Präsentieren überragender Technik – Kunst: mit diesen Fertigkeiten etwas ausdrücken. Der Mensch reagiert auf Reize der Umwelt meist mit Bewegt-werden (e-motion) und Bewegung (motion). Ein Eingehen auf die Aspekte des Ausdrucks stellt Fragen nach der Bewegungsqualität. Für ´ArtistInnen´ ist es die Fähigkeit zum »physical dialog«: das für mich genre-unabhängige Prinzip für (künstlerische) Qualität.
Der WS ist ein (Ver-)Such-Prozess, ein Mix aus praktischer Einführung in Aspekte des »physical dialog« und diskursivem Austausch zu obiger These, vor allem in Bezug auf die verschiedenen Anwendungsbereiche der TN.
Stichworte: Solo-Partnerarbeit, sensing your environment (Körper, Raum, Objekt, Text)
bitte mitbringen: ein festes Jackett, Mantel oder Jacke
http://www.folkwang-uni.de/de/home/theater/lehrende/detailansicht/?mehr=1&detaildozent=22
„Clown goes music“ mit Annika Krump (aka Palma Kunkel - Die singende Tellermiene)
Sängerin, Musikerin & Performancekünstlerin aus Berlin
Das Thema des Workshops sind verschiedene kreative Techniken, um sich der eigenen Intuition und persönlichen Ausdrucksweise spielerisch und mit Humor zu nähern. Das Schreiben von “Morgenseiten”, die poetische Gestaltung eines eigenen Songs, die malerische Vision des eigenen Clowns, sowie verschiedene Stimm- und Körperübungen mit Einflüssen des Qi Gong und einer geführten Meditation zum “inneren Kind” sind ebenso Bestandteil, wie Partner- und Gruppenimprovisationen aus dem Comictheaterbereich.
Für die Teilnehmer_innen: Bitte bringt ein Lied mit, das Ihr auswendig singen könnt und den Text in schriftlicher Form/ deutscher Übersetzung. Das Genre kann Volkslied, Chanson, Pop, Jazz, Oper sein, egal - Hauptsache, Ihr mögt es.
http://www.annikakrump.com/
“Physical Approaches to Performance” mit David Cassel – in Englisch
International Director and performance Specialist (Canada/Australia)
The workshop is designed to introduce both students and teachers to a comprehensive process that explores physical and mental development towards the creation of original performance works for stage and street.
Students will learn a "warm up" choreography, repeat it and begin building an acrobatic skill set.
Furthermore students will be introduced to “Plastiques”, 8 specific categories of movement, and be immersed in several exercises that will teach them how to overcome resistance in the learning cycle and how to quickly expand their movement vocabulary.
http://www.davidcassel.com/
“Circomotoriek” mit Rika Taeymans – in Englisch
Founder and Teacher of the circus school in Leuven “Circus in Beweging” (Belgium)
“Circomotoriek” concentrates on the relationship between play and acrobatics, based on the work of Veronica Sherborne and circus. Parents and toddlers have fun in moving together and building up self confidence. After introducing the method theoretically, it will be used on a group of young children from Hanover.
„Sprechende Räume“ mit Tim Plegge
Choreograph – u.a. für das Staatsballett Berlin
Die Zirkuskunst erobert immer mehr frontale und bi-frontale Bühnen. Die Manege dominiert nicht mehr. Ein Anlass mehr sich mit den Grundlagen der Raumlehre zu beschäftigen. Der Raum und der Körper im Raum als Vermittler von Handlungen - auch im Kinderzirkus! Es wird den Fragen nachgegangen, mit welchen Mitteln wir erzählen wollen - wie sich unsere Erzählung in den Bühnenraum übertragen lässt und welche grundlegenden Prinzipien der Raumlehre uns dabei behilflich sein können. Was wollen wir auf der Bühne mittels unserer Kunst vermitteln!? Wenn Zirkus Kunst ist, dann steht der Zirkus im Dialog zur Welt. Was erzählt er über diese Welt? Was erzählt der Körper im Raum darüber? Ohne Tricks, ohne einzelne Nummern, ohne Übergänge und dennoch Zirkus?
Wir werden reden und theoretisch sowie praktisch arbeiten.
http://www.staatsballett-berlin.de/de_DE/ensemble/detail/ensemble/50502
„Alles und Nichts“ mit Michael Klich
Regisseur, Choreograph, Akrobat und Schauspielcoach aus Berlin
Authentische Momente des Theater ist das Schlüsselkonzept des Workshops. Um diese in den Zirkus zu übertragen, widmen wir uns zwei grundlegenden Prinzipien der Bühnenarbeit: der Ausdruck extremer Zustände und Emotionen das Aushalten von Stille und Nichtstun.
http://www.michael-klich.de/
„Musik als szenisches Mittel im Zirkus“ mit Maximilian Rambeck
Regisseur aus Berlin
“A painter paints pictures on canvas. But musicians paint their pictures on silence.” Leopold Stokowski
Musik im modernen Zirkus projiziert für den Zuschauenden Bilder, noch bevor die physische Darstellung einer Geschichte erzählt wird - ähnlich wie Lichtdesign.
Die bewusste Auswahl von Musik und ihre szenische Wirkung, der Einsatz von Zitaten und Statements werden anhand von Beispielen der Artistik und deren szenischer Interpretation praktisch aufgezeigt und in der Gruppe diskutiert.
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/variete-ist-wie-youtube/1865950.html
“Spielend Geschichten erzählen“ mit Gerd Knecht
Dozent an der Akademie Remscheid und Vorsitzender der BAG Spielmobile e.V. aus München
Kinder und Erwachsene erleben Geschichten. Wie aus einer Inspiration und einer Idee Geschichten entstehen können, wird in dem Workshop vorgestellt. Verschiedene spielerische Formen des Geschichtenerfindens werden eingeführt und die kurzen Geschichten anschließend erzählt. Es geht um das Spiel mit Materialien, mit Worten und Ideen. http://www.akademieremscheid.de/dozenten/dozenten_knecht.php
“Let’s be physical” mit Philip Radice - in Englisch
Director, actor and pedagogue of theatre, specialized in the comedic arts of commedia dell’Arte, clown, and buffoon.
Philip Radice will hold a seminar on physical theatre as an art form, using techniques through the study of movement, mime and gesture. The seminar of seven hours will focus on why non-verbal forms of corporal expression are necessary in all performance genres, not just theater. Whether it be circus, dance, cabaret, magic or music, (comic or dramatic) physical theatre training can be fundamental in enhancing each genres intrinsic expressivity. We will look distinctly at the relationship between Circus and Theatre, their points in common and where they differ. Through the language of the body, we will come to understanding how we can be expressive, clear, and communicative with this language. By using improvisations, theatre games, and movement techniques, the participants can begin to acquire a sense that theatre and circus are first and foremost physical phenomena.
http://www.teatrofisico.com/index_en.php?Page=home
Künstlerische Arbeit mit Menschen mit Behinderung mit Michael Pigl-Andrees.
Beschreibung folgt. http://www.circus-sonnenstich.de/trainer/michael-pigl-andrees/
Tagungsadresse
Tagungsablauf
Freitag, 18.11.2011
16.00 Anreise der Teilnehmenden
18.00 Abendessen
19.00 Eröffnung
Einstiegsreferate
21.00 Abendprogramm
Samstag, 19.11.2011
09.30 Workshopblock 1
12.30 Mittagspause
14.00 Workshopblock 2
16.00 Kaffeepause
16.30 Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik e.V.
21.00 Abendprogramm
Sonntag, 20. 11.2011
09.00 Workshopblock 3
11.00 Abschlussdiskussion
Moderation Prof. Dr. Voesgen
13.00 Mittagessen
Unterbringung
Bei der Unterbringung gibt es auf dieser Tagung zwei Möglichkeiten.
- Matratzenquartier: Für das Übernachten in Klassenräumen haben wir Matzratzen ausgeliehen um den größtmöglichen Komfort zu bieten. 10 € pro Nacht direkt auf dem Tagungsgelände inklusive Frühstück
- Gästehaus: Ein Kontingent im Jugendgästehaus ist geblockt. Dieses befindet sich 20 min. entfernt vom Tagungsort. 25 € pro Nacht im Doppelzimmer oder 30 € im Einzelzimmer. Jugendgästehaus Wilkenburger Str. 40, 30519 Hannover
Preise
Die angegebenen Teilnehmerbeiträge sind incl. Verpflegung und Dokumentationsbroschüre ohne Unterkunft.
Frühbucherrabat bis 1. November:
BAG-ZP Mitglieder: 130 €
Nicht-Mitglieder: 170 €
Last Minute:
BAG-ZP Mitglieder: 160 €
Nicht-Mitglieder: 200 €
Jugendliche bezahlen pauschal incl. Unterkunft Matratzenquartier 80 €
Der Beitrag inkl. der Übernachtungskosten ist mit der Anmeldung zu überweisen an:
BAG Zirkuspädagogik e.V., Bank für Sozialwirtschaft Berlin, Kontonr.: 1000 600, BLZ: 100 205 00
Kontakt
Ansprechpartner bei Fragen zum Tagungsablauf und Organisation:
Verena Schmidt und Tim Schneider
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Anmeldeformular und weitere Informationen:
www.bag-zirkus.de